Josef Jan Michnia, Kunstgalerie, Expressionimus, expressiver Realismus  
  Startseite über den Künstler Kunstgalerie von Josef Jan Michnia Ausstellungen presse Kontakt     
   

Rheinische Post, 31. Dezember 2002

Engel als attraktive realistische Frauen

 

Ausstellung "Musik im Garten Eden" in der Evangelischen Erlöserkirche Dalheim

 

 

WEGBERG . Laut der Bibel sind Engel von männlicher Gestalt. Nicht jedoch bei Josef Jan Michnia. Der Künstler zeigt mit seiner Ausstellung „Musik im Garten Eden“ in der Evangelischen Erlöserkirche in Dalheim (bis Ende Januar) ein anderes Bild: Engel als attraktive realistische Frauen, die auf einer Geige oder Flöte musizieren. Nur die Flügel wie ein Schatten im Hintergrund und ein Heiligenschein, der nicht auf jedem Bild zu sehen ist, verweisen auf die Wesen, die nach theologischer Definition als Mittler zwischen Gott und den Menschen stehen. Diese scheinbar irdischen Frauen, in Öl oder Mischtechnik (Bleistift / Acryl / Kreide) vom 60-jährigen Künstler auf Leinwand gebannt, haben die Augen gesenkt bzw. geschlossen. Sie bergen damit ein Geheimnis für das Bild und den Betrachter, worin gleich-zeitig ihre ungemeine Faszination liegt.

 

Oft am Tod vorbei gegangen

 

„Engel beschützen mich; ich bin im Leben oft am Tod vorbei gegangen“, erklärte Michnia, der als Schlesier (Oppeln in Polen) seit 15 Jahren in Mönchengladbach lebt und arbeitet, seine Beweggründe, die ihn das Thema aufgreifen ließen. Doch in erster Linie, so erklärte er bei der Eröffnung, steht etwas anderes: Seine lange Suche nach der Farbe und dem Charakter des Bildes. Hat er beides gefunden, so entstehen expressive Fantasiebilder mit Tiefenwirkung in zarter Farbigkeit, die das Schöne und Weiche seiner Frauen, die Ihn an „die Mutter erinnern“, aber nie nach einem Modell entstanden, unterstreichen. Nicht umsonst bezeichnet er sich als "geborenen Kolorist, der gerne mit Farben spielt“.

 

Den Bezug zum Ausstellungstitel stellte Ausstellungorga-nisator und Galerist Klaus Noack aus Mönchengladbach her: "Die Bilder der Engel in typisch weiblicher Form, Haltung und Kleidung zeigen einen Abglanz des Paradieses, des Gartens Eden.“

 

Verheißung des Paradieses

 

Auf den Gemälden erkenne der Betrachter irdische Frauen, die musizieren würden. Die Musik sei das Zeichen für die geistige, sinnliche Ebene. Sie künde vom Garten Eden, dem Paradies und damit dem schönen Zustand, in dem sich die Frauen befinden würden. „Hier handelt es sich um Sphären-klänge von der Verheißung des Paradieses, von einer Botschaft aus diesem fernen Land“, schloss der Galerist seine Ansprache.

 

VON EVA WEINGÄRTNER

 

 

 

 

 

Zurück zur Übersicht

Nächster Artikel

 

 

 


 
   
This Site in English